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Der wissenschaftliche Beirat


des TEA Berlin e.V.

Aufgabe des wissenschaftlichen Beirats ist die wissenschaftliche Begleitung des TEA Berlin e.V. und die Beratung des Vorstands sowie die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit.

Der wissenschaftliche Beirat soll gem. § 11 Abs. 2 der Satzung langfristig aus 20 Personen bestehen, die aus den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens (z. B. der Wissenschaft, Kunst, Literatur, Politik) kommen bzw. als Vertreter von Institutionen, Verlagen, Vereinen u. ä. im Beirat fungieren.

Satzungsgemäß ist der wissenschaftliche Beirat dem Vorstand des TEA Berlin e.V. zugeordnet.

D. h. die Beiratsmitglieder werden vom Vorstand durch Aushändigung einer Urkunde berufen für die Zeit der Funktionsperiode des Vorstands (max. fünf Jahre gem. § 11 Abs. 5 der Satzung). Durch Unterzeichnung der Empfangsbestätigung und Annahme der Berufungsurkunde wird die Aufnahme in den wissenschaftlichen Beirat durch den Berufenen/die Berufene gegenüber dem TEA Berlin e.V. erklärt. Berufen werden können ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder des TEA Berlin e.V. Die Beiratsmitglieder können ihr Ausscheiden aus dem Beirat gegenüber dem Vorstand des TEA Berlin e.V. jederzeit schriftlich erklären. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, beruft der Vorstand des TEA Berlin e.V. für die verbleibende Berufungsdauer ein Ersatzmitglied. Die Mitglieder des Beirats üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.

Entsprechend der Satzung ist es notwendig, dass jedes Mitglied im wissenschaftlichen Beirat auch TEA-Vereinsmitglied ist. 

Der wissenschaftliche Beirat kommt jährlich zu mindestens zwei Beratungen zusammen. Die Grundlage seines Wirkens und aktiven Eingreifens sind die jeweiligen Arbeits- und Tätigkeitsbereiche des TEA Berlin e.V. Er ist aber auch dafür zuständig, neue Themen-Vorschläge in das Wirken des TEA Berlin e.V. einzubringen, die auf wissenschaftlichen Grundlagen basieren, z. B.:

• Ausformulierung von Themenvorschlägen für Diplom- und Dissertationsarbeiten (Bachelor/Master),
in Abstimmung mit den jeweiligen Fach- und Hochschulen

Darüber hinaus:

• Mitwirkung bei der Vorbereitung von TEA-Tagungen

• Mitwirkung bei der Vorbereitung der jährlichen TAGEBUCHTAGe

• Mitwirkung bei der jährlichen Auswahl eines Tagebuchs/einer Lebenserinnerung/

einer Briefsammlung, um sie öffentlich zu machen

• Referate, Vorträge und Diskussionsbeiträge in Zeitschriften u. ä. öffentlichen Medien,

um zur Verbreitung des Anliegens des TEA Berlin e.V. beizutragen

• Unterstützung der Archivhelfer, die sich mit speziellen Themen (z. B. Briefe, Lebenserinnerungen, Tagebücher, Fotosammlungen usw.) beschäftigen 

Der wissenschaftliche Beirat strebt, gemeinsam mit dem TEA Berlin e.V., ein Zusammenwirken mit den wissenschaftlichen Beiräten des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen und dem italienischen Tagebucharchivs von Pieve Santo Stefano an und baut langfristig ein Forum der europäischen wissenschaftlichen Beiräte auf.

Foto vom ersten Treffen des wissenschaflichen Beirates am 13-02-2013

 

 


 

 

Vorstellung der Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats

  




 
Dr. Johann-Friedrich Huffmann,
 
ist Verleger, Corporate Publisher und Dozent für Führungsseminare.
 
Er begann seine Berufstätigkeit als Rechtsanwalt und nahm dann Tätigkeiten beim Norddeutschen Rundfunk, dem Kohlkammerverlag und der Verlagsgruppe Rudolf Müller wahr.
Seit 13 Jahren betreibt er den Frieling Verlag in Berlin (www.frieling.de) und HuffmannBusiness Publikationen.
Er ist Initiator des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg und veranstaltet Lesungen im Literaturhaus Berlin.
Prosa und Lyrik liegen ihm ebenso am Herzen wie Erinnerungen und Erfahrungsberichte, die authentisch Auskunft geben über das Leben und die Menschen.
 

Vor diesem Hintergrund sieht er die Tätigkeit des TEA als ein gesellschaftlich und kulturell sehr wichtiges Element, schriftliche Äußerungen von Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenszusammenhängen zu sammeln, zu erschließen und zu bewahren. Nur so entsteht ein authentisches Bild von Kultur und Gesellschaft, welches bleibend über Menschen und ihre Lebensumstände Auskunft gibt. Dieses wichtige Engagement der handelnden Personen insbesondere des Vorstands muss unterstützt werden.

 
Ehrenamtlich ist er als Handelsrichter, im kirchlichen Umfeld und in der Flüchtlingshilfe aktiv sowie Mitglied mehrerer Beiräte.
 
 

 

Dr. Volker Wille,

 

1941 in Karlsruhe geboren. Studium der Geographie in Saarbrücken. Abschluss mit Diplom und Promotion. Lebt seit 1972 im Raum Hannover und ist Ruheständler.

Literarische Arbeiten, (Lyrik, Prosa und Essay) in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften.

1. Preis im Literatur-Wettbewerb Völklingen 2002.

Schatzmeister der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren (IGdA) und seit 2013 im wissenschaftlichen Beirat des TEA Berlin e.V.

 

Weitere Informationen unter: www.willi.volka.de

 

Wir sind Erinnerung. Verlieren wir sie, beginnt der Ausstieg aus dem bewussten Leben, verliert sich ein Mensch in der Bedeutungslosigkeit.
Denn der Vergangenheit gehört ein Platz in der Gegenwart. Erinnern, aufschreiben und zu vielen Anlässen eigene Gedanken und Beobachtungen entwickeln,
dies gilt, um damit Erlebnisse und Zeitumstände vor dem Vergessen zu bewahren. 
Ohne fassbare Vergangenheit zu leben, heißt im Meer der Unverbindlichkeit versinken.
Die kleinen und großen Ereignisse haben ihre Berechtigung zum Weiterleben, seien es die Familien- und Ahnenüberlieferungen, sei es die kollektive Geschichte oder seien es Naturkatastrophen.
Erinnern ist Reichtum im Leben, erinnern ist Stoff unserer Kultur. Wir leben auch in der Erinnerung. Und wer sich erinnern kann, Erinnerungen preis gibt, legt Zeugnis ab und arbeitet mit an einem kollektiven Gedächtnis.
Dadurch gewinnt eine Einrichtung wie das “Tagebuch- und Erinnerungsarchiv Berlin e.V.“ ihre Berechtigung und Aufgabe.
 

 

 

Dr. Philipp Sonntag,

 

geb. 1938 in Halle/Saale. Studium der Physik (Dissertation über Atomkriegsfolgen), der Politischen Wissenschaften und Volkswirtschaft.

1964-1978 Mitarbeiter bei Carl-Friedrich von Weizsäcker; 1979-1986 im WZB Berlin bei Karl Deutsch; 1986-2000 beim VDI/VDE-IT und 1963-2007 Gesellschafter in Unternehmen; Diplom als Werbetexter 1998. 2016 im Vorstand von "Child Survivors Deutschland" und "Netzwerk Zukunft". Seit 2005 als ein Schwerpunkt Essays, satirische Gedichte, Kurzgeschichten.

siehe auch www.philipp-sonntag.de + www.edel-terroristen.de + und www.soziologie-mit-kafka.de + https://www.facebook.com/philipp.sonntag.146

 

 

Als Mitglied im "Wissenschaftlichen Beirat" dea TEA empfehle ich der "Stimme des Volkes" einen Raum zu geben - auchum  für kommende Jahrhunderte die Rollen und Aussagen der momentan anerkannten Historiker zu ergänzen und relativieren.

Für die gesellschaftliche Rolle von Zeitzeugen kann gelten: „Wir sind das Volk“. Aber was hat das Volk zu sagen? Etabliert für die offizielle Darstellung der Geschichte, für die Ausgestaltung der Schulbücher usw. sind vor allem Sozialwissenschaftler, unter ihnen besonders Historiker. Bei ihnen kann es jedoch immer wieder geschehen, dass sie den eigentlichen Forschungsgegenstand weitgehend ausklammern. Stattdessen konzentrieren sie sich als eine Art Zettelkastenhistoriker auf eine Unmenge von Kommissionsberichten, Beiratsprotokollen, öffentlichen Erklärungen, juristischen Streitereien, politischen Kontroversen, allgemeinen Aussagen über Wissenschaftsmoden. Vor allem: Sie wurden auf Professorenstellen etc. selektiert gemäß Anpassung an die jeweils geltende Deutungshoheit – beispielsweise aktuell sicher weit weg von Auffassungen, wie sie für das Selbstverständnis der DDR üblich waren. Und was war wirklich die Realität der DDR? Höchst schwierig.

Carl Friedrich von Weizsäcker notierte zu dem Dilemma:

 

"Wenn ich einen Historiker sagen höre: 'Zeitzeugen lügen', so fürchte ich, dass er weitgehend recht hat. Nur sind Dokumente nicht besser. Auch sie lügen. Und sie sind insofern in einer schlechteren Lage als der lebende Zeitzeuge, als sie sich nicht wehren können, wenn der Historiker sie falsch interpretiert.

Schließlich ist der Historiker selbst oft die Quelle des Irrtums. Sein Standesethos gebietet ihm, nicht bewusst zu lügen. Da er aber genau dieselben Motive zur Vereinfachung, zur Stilisierung, zur Unwahrheit angesichts unerwünschter Befunde hat, ist für ihn die Versuchung der Selbsttäuschung sogar besonders groß."

 

 

Fazit: Zeitzeugen haben zumindest die eine wichtige Aufgabe, nämlich die Historiker zu ergänzen, zu relativieren, auch mal zu korrigieren. Anlass der Buchreihe „Zu Wahrheiten vereint“ war die Beobachtung, dass Ossis und Wessis, die aus gänzlich unterschiedlichen Lebensumständen kamen, sich in Zusammenkünften bei Karin Manke dennoch bestens verstanden – offenbar weil sie gar keinen Anlass hatten, ihre persönlichen Beobachtungen ideologisch oder sonst wie zu verfälschen. Darauf können und wollen wir aufbauen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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